Kreativ.Quartier Lohberg: Neue Chancen für Dinslaken

Link zum Video: http://www.2010lab.tv/video/kreativquartier-lohberg-neue-chancen-fuer-dinslaken

Nur eine alte Zeche – Zeitzeichen oder industrieller Sondermüll?

Ein riesiges ehemaliges Zechengelände in Dinslaken soll zum lebendigen Stadtteil werden. Wohnquartier, Freizeitort, Heimat kreativer Köpfe, Debattenort – die Pläne sind anspruchsvoll und reichen weit in die Zukunft.

Das Gelände der ehemaligen Zeche Lohberg in Dinslaken ist gigantisch. Es umfasst neben der Fläche der schwerindustriellen Produktion mit ihren Fördertürmen, Lagerhallen und wie Heavy-Metal-Skulpturen wirkenden Großmaschinen und Stahlkolossen auch aufgeschüttete, mittlerweile bewachsene Abraumhalden, Klärteiche und kleine Wäldchen. Andere Flächen wirken wie eine Mondlandschaft und man bezweifelt, dass hier jemals wieder etwas wachsen kann.

Zur Straßenfront hin sind die typischen Verwaltungs- und Zechengebäude aus der Gründerzeit erhalten, das einzige, was die Dinslakener in Jahrzehnten vom Lohberg-Gelände zu Gesicht bekamen. Der große Rest war, wie andernorts, tabu – eine Art Sperrbezirk für die Zivilbevölkerung. Ende 2005 wurde die Zeche Lohberg stillgelegt. Seit 2007 wird das Zechengelände bis auf einen Teil der historischen Bausubstanz abgebrochen. Etwas Neues soll hier entstehen. Das Ziel ist die völlige Neuentwicklung der Fläche: In einem kreativen Prozess zwischen Denkmalschutz und Umgestaltung soll hier ein ganz neues Stadtquartier entstehen – eine der zentralen städtebaulichen Herausforderungen für die Stadt Dinslaken.

Die Künstler sind schon da

Das Kreativ.Quartier Lohberg oder kurz KQL soll zugleich Anziehungspunkt und Ausdrucksfläche für Kreative, aber auch ein Wohnquartier und Freizeitort für alle Dinslakener werden. Ersteres hat sich bereits entwickelt, denn einige Kreative haben sich in und um die ehemalige Lohn- und Lichthalle der Zeche einquartiert. Darunter die Künstlerin Walburga Schild-Griesbeck, die im Video zu Wort kommt. Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Debattenort“ wird das KQL überdies zum Podium für den Meinungsaustausch von Experten und Bürgern. Die Planer und Entwickler wollen von anderen, vergleichbaren Akteuren und deren Projekten lernen. Nach der Auftaktveranstaltung Landschaft im vergangenen November fand am 26.01. der „Debattenort“ mit dem Thema Architektur statt.

Künstler und Kreative sollen hier erste Impulse setzen und das alte Zechengelände mit neuer Bedeutung aufladen. Überregionale Bedeutung könnte Lohberg künftig als Schnittpunkt mehrerer Fernradwege zwischen dem Ruhrgebiet und Holland bekommen, an Gastronomie und eine entsprechende Freizeitinfrastruktur ist bereits gedacht. Lokal, so Projektleiterin Ruth Reuters, Stadt Dinslaken, ist an neue Wohnquartiere gedacht. Man träumt von moderner Architektur, von einem lebendigen Standort.

Das Kreativ.Quartier Lohberg bedeutet eine Chance, nicht nur für Dinslaken. Es kann ein Leuchtturmprojekt für die ganze Region werden. Die entscheidenden Weichen hierfür werden 2012 und 2013 gestellt.

Text: Siegersbusch/PEH.

 

Einladung Ausstellung zur Passionszeit

Eine Ausstellung in der Passionszeit gegen zunehmende soziale Kälte, abnehmende Solidarität und Vereinzelung.

Evangelische Kirche Voerde Möllen, Auf dem Bünder

Eröffnung: am 26.2. 2012 um 9.30 Uhr mit dem Gottesdienst

Flachdach III „Eiszeit für Kinder“

ist eine Aktion der Künstlerin Walburga Schild-Griesbeck.

Gezeigt wird ein Teil des großen Gemeinschaftskunstwerkes an dem über 80 Personen mitgewirkt

und zusammen eine Wand aus Wolle, Garn und guten Wünschen geschaffen haben.

Die Farbwand aus handgearbeiteten Schals ist ein äußerst lebendiges Kunstwerk.

In jeder weiteren Ausstellung entwickelt sich, auch bedingt durch die neue Hängung, ein anderes Gesicht.

Baumgesichter

Walburga Schild-Griesbeck und Sigrun Hansen

Erweitert wird die Ausstellung durch Bilder von Sigrun Hansen

Sie entdeckt bei Bäumen durch  besonderen Wuchs, in der Rinde Gesichter,

ja, menschliche Züge.

Diese fotografiert sie und malt sie in Aquarelltechnik.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst ist bei Sekt und Kaffee Zeit zum Gespräch.

Natürlich können Sie auch Teile für den guten Zweck gegen einen kleinen Obolus erwerben.

Die Ausstellung ist bis zum 5.4. 2012 in der Ev. Kirche Möllen, Auf dem Bünder  zu sehen.

Sie sind herzlich eingeladen.

Walburga Schild-Griesbeck

 

Debattenort KQL

Energie-Experten im Kreativ.Quartier

Dinslaken. Das Kreativ.Quartier Lohberg wird sich in den nächsten Jahren Schritt für Schritt zu einem Zentrum für kreative und wissensbasierte Dienstleister entwickeln. Kreativ sollen aber nicht nur die Nutzerinnen und Nutzer im „KQL“ sein. Damit das neue Quartier im Wettbewerb mit vergleichbaren Arealen bestehen kann, muss auch der gesamte Planungs- und Realisierungsprozess durch die Einbeziehung kreativen Sachverstands aus dem In- und Ausland charakterisiert sein. Ein wichtiger Baustein dafür ist der „Debattenort Lohberg“. Hier werden Leitthemen zur Quartiersentwicklung zur Diskussion gestellt und damit auch in der Öffentlichkeit ein wachsendes Bewusstsein für die Chancen und Herausforderungen des Projekts geschaffen.

Nach den Diskussionen zu „Landschaft“ und „Architektur“ steht als Nächstes das Thema „Energie“ an. Die energetische Optimierung des Standorts ist angesichts der Vielgestaltigkeit des Areals – mit denkmalgeschützten Gebäuden, gewerblichen Neubauten, neuem Wohnraum und weiten Landschaftsbereichen – eine besondere Herausforderung. Und sie ist eine einzigartige Chance: Zur überregionalen Profilierung des KQL im Wettbewerb und zur weiteren Steigerung der Attraktivität der Stadt Dinslaken.

Der nächste Debattenort mit dem Thema

Wir machen unser Licht selbst: Energieeffizienz im Kreativ.Quartier Lohberg

findet am Dienstag, 28. Februar, 18 – 21 Uhr in der Lohn- und Lichthalle des Kreativ.Quartiers Lohberg statt. Als Experten sind eingeladen:

  • Konrad Hachmeyer-Isphording (Projektleiter Phoenix bei der Wirtschaftsförderung Dortmund GmbH)
  • Oliver Seidel (Baubüro in Situ, Basel)
  • Prof. Manfred Hegger (HHS Architekten, Kassel)
  • Dale Medearis (Northern Virginia Regional Commission, Washington D.C.)

 

Kunst Praktisch

Schulpraktikantinnen-vom-Theodor-Heuss-Gymnasium-im-Atelier-von-Walburga-Schild-Griesbeck-2.v.l.-im-Kreativ.Quartier-v.l.-Annika-Massenberg-Katrin-Hommel-und-Alexandra-Hommel. Foto: Heiko Kempken

Dinslaken   Drei Schülerinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums erleben zwei interessante Wochen bei Künstlerin Walburga Schild-Griesbeck.

Februar, der Monat des Karnevals und der Schulpraktika. Wochen vorher strömen die Schüler aus und suchen nach einem geeigneten Praktikumsplatz, um sich über die verschiedenen Berufe zu informieren. Das taten auch die drei Schülerinnen Annika Massenberg, Alexandra und Katrin Hommel, die die Erprobungsstufe des THG besuchen. Für sie war klar: „Wir wollen etwas Kreatives machen.“ Durch eine Schulführung kannten sie das Kreativ.Quartier Lohberg und das dazugehörige Atelier freiart.

Die freischaffende Künstlerin Walburga Schild-Griesbeck freute sich über die drei Kunstinteressierten und lies sich auf das, auch für sie neue, Projekt „Schülerpraktikum“ ein. Direkt zu Beginn erklärte sie den Dreien, dass es nicht möglich sei, in zwei Wochen alle Techniken der Malerei zu erlernen und dass sie deswegen näher auf den Beruf der Künstlerin eingehen und das gesamte Drumherum nahebringen möchte. „Kunst ist ein Beruf“, so Schild-Griesbeck.

Eigene Ausstellung planen und organisieren

Besondere Aufgabe der drei Neukünstlerinnen: Eine eigene Ausstellung planen und organisieren. Die künstlerische Eigenleistung kam damit in den zwei Wochen auch nicht zu kurz, denn die eigenen Kunstwerke stellen die Basis der Ausstellung dar. Die Mädchen lernten zudem auch, dass es für eine Ausstellung nicht reicht, nur die eigenen Arbeiten zu schaffen, man brauch beispielsweise Wissen in dem Bereich BWL, eine Kostenkalkulation stellt sich schließlich nicht von alleine auf.

Die Kontaktaufnahme mit der Presse war ebenfalls Neuland für die Schülerinnen. Wer kann schon von sich behaupten, als Künstler mit seiner Arbeit beim WDR gezeigt zu werden? Die drei nun schon. Viele neue, interessante und auch anstrengende Stunden haben sie schon in dem Atelier verbracht, sich in Zeichnungen und Malerei geübt und ihre eigene Installation kreiert. Walburga Schild-Griesbeck ist durchaus zufrieden: „Sie sind sehr fleißig, engagiert und arbeiten nach acht Stunden im Atelier freiwillig zu Hause weiter.“

Auch Annika, Katrin und Alexandra freuen sich, einen so ausgefallenen Praktikumsplatz bekommen zu haben und finden es schade, dass die Zeit im Atelier bald vorbei ist. Momentan überwiegt jedoch die Freude über die Ausstellungseröffnung am Sonntag. Von 11 bis 17 Uhr sind die Räumlichkeiten des Ateliers auf Hünxer Str. 374 geöffnet.

Berit Heinrich

TÜRE AUF – OPEN HOUSE Atelier freiart

12.2. 2012 11.00 -17.00 Uhr

„Kunst PraktischPraktisch Kunst“

Annika Massenberg, Katrin und Alexandra Hommel, Walburga Schild-Griesbeck

Drei Schülerinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums Dinslaken machen

zur Zeit ein Betriebspraktikum im Atelier freiart.

In der Zusammenarbeit mit Walburga Schild-Griesbeck bekommen sie Einblicke

in die Arbeitswelt einer freischaffenden Künstlerin.

Als besonderen und freiwilligen Abschluss gestaltet die Künstlerin mit ihren

Atelier-Assistentinnen auf Zeit eine Ausstellung.

Darin werden auch Kunstwerke der jungen Frauen gezeigt, die während der Arbeit im Atelier entstehen.

Sie sind herzlich eingeladen

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